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Die Faltrad Geschichte / Klapprad Historie und Entwicklung

Faltrad Geschichte / Klapprad Historie

Erfunden und patentiert wurde das Klapprad schon im Jahr 1878, von William Grout. Damals waren Fahrräder noch Hochräder (Sitz auf einem extrem großen Vorderrad mit Pedalen und einem winzigen Hinterrad). Somit war dieses damalige Klapprad ein klappbares Hochrad.

1896  wurde das „Faun“ patentiert. Dahmals waren Fahrräder mit bis heute üblichem Diamantrahmen üblich. Das Faun war dem zu Folge ein einmal in der Mitte klappbares „normales“ Fahrrad.

1900 wurde von Dursley Pedersen ein Prototyp eines zerlegbaren Fahrrades für das Militär gefertigt. Das Militär war jedoch nicht interessiert.

1909 wurde das „Fongers“ als Militär-Klapprad mit kleineren Rädern für die holländische Armee entwickelt. Auch dieses ging nicht in Serie.

In den späten 30er Jahren wurde das französische „Petit Bi“ – das schon eine recht moderne Optik hatte – entwickelt.

Der große Entwicklungssprung wurde jedoch Anfang der 60er Jahre vollzogen. Die Firma Moulton entwickelte die Stowaway Modelle, die teilbar und mit kleinen, luftbereiften Rädern ausgestattet waren. Die erreichten Fahreigenschaften überzeugten viele und so wurde der Beginn der großen Klappradverbreitung ausgelöst. Leider waren die vielen Nachbauten mit zu kurzem Radstand, instabilen Rahmen, falscher Übersetzung und ohne Federung gebaut. Daraus resultierte ein schlechtes Fahrverhalten. Leider ist aufgrund der Verbreitung und der vielen Jahre der Ruf der Klappräder bis heute deshalb stark geschädigt worden.

Erwähnenswert ist noch das 1970 entwickelte Bickerton, das auch einen großen Bekanntheitsgrad bekam, da durch Aluminium und eine sehr grenzwertige Konstruktion, ein Gewicht von sagenhaften 8 Kilogramm erreicht wurde.

Ein zwar erst 1986 produziertes, jedoch schon in den 70ern entwickeltes Faltrad war das Brompton von Andrew Ritchie. Durch die geringe Faltzeit, das extrem geringe Packmaß und die guten Fahreigenschaften hat es sich bis heute durchgesetzt.

Ende der 1980er Jahre gründete dann der aus der Militär-Industrie kommende David Hon die Firma Dahon. Seither wurde Dahon zum größten Faltrad-Anbieter weltweit. Durch seine Produktion in China blieben auch die Preise recht günstig.

Mitte der 1990er erreichten dann noch einmal Heiko Müller und Markus Riese große Aufmerksamkeit mit Ihrem unter dem Firmennamen Riese & Müller entwickeltem Faltrad-Modell Birdy. Es war ein sehr modernes, vollgefedertes Faltrad, das die Faltgelenke durch Federungsgelenke ersetzte und damit Komfort und Steifigkeit kombinierte und damit revolutionierte. Auch das Birdy besitzt bis heute wie das Brompton Kultstatus und ist dank der vielen Weiterentwicklungen auch heute noch ein Spitzenmodell im Faltrad-Segment.

Danach kamen noch viele kleinere Firmen mit Falträdern auf den Markt, die die heutige Vielfalt an Falträdern ermöglicht hat.

In den späten 2010er Jahre wurden dann aufgrund des Elektrorad-Booms immer mehr Falträder mit Elektromotoren ausgerüstet.

Wir sind gespannt wie die Faltrad-Geschichte weiter geht….


Joshua Hon – Firmen Philosophie Tern Falträder

Ursprung des Markennamens TERN

Tern Logo Falträder Klappräder Faltrad Klapprad HerstellerDer Name „TERN“ ist abgeleitet von der Küstenseeschwalbe „Arctic Tern“ und spricht sich wie das englische turn [t3:n]. Der Seevogel wurde als Markensymbol ausgewählt, da er im übertragenen Sinne zur neuen Marke TERN passt: er ist klein, leicht und dennoch belastbar und kommt im Laufe seines relativ langen Lebens auf eine sehr hohe Kilometerleistung. Zudem ist er durch sein graziles Äußeres und sein unkompliziertes Wesen auf der ganzen Welt ein gern gesehener Gast.


Tern Faltrad Philosophie & Ziele

TERN will umweltbewusst und nachhaltig handeln. Das fängt mit den Produkten an, die sie herstellen: Fahrräder. Von allen Fahrzeugen haben sie den effizientesten Wirkungsgrad. Muskelkraft wird in Vortrieb umgemünzt. Quasi 1 zu 1. Zu ihrem Kredo zählt auch der ausgeprägte Sinn für Qualität. Das fängt bei den eingesetzten Materialien an und endet längst nicht beim durchdachten, nutzerfreundlichen Design. Sie suchen permanent nach Möglichkeiten anfallende Umweltbelastungen so gering wie möglich zu halten. Dazu zählen beispielsweise eine auf das Notwendige reduzierte Verpackung der Produkte, die Wiederverwendung von Kartonagen oder auch die Vermeidung des Einsatzes gefährlicher Chemikalien. Auch die Art und Weise, wie die Mitarbeiter selbst zum Arbeitsplatz gelangen ist vorbildlich: 15% machen dies per Fahrrad oder zu Fuß, 75% nehmen öffentliche Verkehrsmittel und nur 10% nutzen ein Auto.

TERN Faltrad Falträder TERN Klapprad Klappräder TERN neue Marke Dahon Joshua Hon Tern TurnTERN will Dinge verbessern! Mindestens 1% des TERN Jahresgewinns werden für Umwelt- oder Sozialprojekte gespendet. Denn alle wollen doch in einer Welt mit sauberem Trinkwasser, frischer Luft und unbedenklichen Nahrungsmitteln leben. Bliebe alles wie es ist, würde das allerdings von Jahr zu Jahr schwieriger umsetzbar werden. Deshalb muss endlich damit anfangen werden mit unserem Planeten besser umzugehen. Dazu zählt auch, die Individuen zu unterstützen, die damit bereits begonnen haben.


TERN’s Dahon-Wurzeln

Bis in das Jahr 2011 war die Firma Dahon der weltgrößte Faltrad-Hersteller. Gründer David Hon führte das große chinesische Werk, in dem viele Rahmen gebaut und einige Räder montiert wurden, und war zuständig für die Vertriebsbereiche China, USA, Japan, und der EU. Die Montage der meisten Räder war jedoch ausgelagert in Fabriken in Taiwan, China, Macau und der Tschechischen Republik. Der Sohn Joshua Hon besitzt das taiwanesische Unternehmen namens Dahon & Hon Industrie Labs. Dort findet seit fast zwanzig Jahren der Vertrieb, das Marketing und die Produktentwicklung der Dahon Falträder statt. Diese Firma besitzt ebenfalls Zweigstellen in Bend (Oregon), Humboldt (California), Austin (Texas), Turku (Finnland), Stuttgart (Deutschland), Schaffhausen (Schweiz) und London (England).

Mit den Jahren drifteten die Meinungen zwischen Vater und Sohn jedoch immer weiter auseinander wodurch es zu einem interessanten Prozess kam.


Gründung TERN

Sohn Joshua, der weiterhin durch die Firma Dahon & Hon Industrie Labs die ihm zustehenden Länder mit Dahon Falträdern beliefert, machte sich zudem mit dem „Dahon Global Team“, zu dem auch nahezu das komplette Dahon Entwicklungsteam gehört, selbstständig. So wurde die Marke Tern gegründet und durch das ehemalige Dahon Entwicklungsteam neu entwickelt und verbessert. Joshua’s Mutter folgte Ihrem Sohn mit zur Tern-Firma. Noch etwas komplizierter wird diese Entwicklung jedoch, da viele Patente des Entwicklungsteams, der Firma des Sohnes gehören, jedoch auch noch ältere und namenrechtliche Patente dem Vater zustehen. Hier wurden auch schon die ersten Klagen vor Gericht eingereicht.
Leider konnten wir keine Freigabe für Bilder von Joshua bekommen. Im untenstehenden Video präsentiert er jedoch einen Falthelm.


Spannende Gegenwart und Zukunft

Somit werden nicht nur die gerichtlichen Entscheidungen interessant, vor allem die weitere Entwicklung der zum einen nun freien Entwicklercrew Tern’s und zum anderen der durch den Vater geleiteten Dahon-Marke, die mit neuen Entwicklern die seine Philosophie umsetzen muss.

Mittlerweile ist zu beobachten, dass die Firma TERN sehr innovativ und qualitätsorientiert hochwertige Falträder baut. Sie legen Ihren Focus auf Stabilität, sinnvolle und alltagstaugliche Ausstattungen, hochwertige Komponenten und robuste Technik.

Wir als Faltrad-Zentrale haben uns entschieden beide Marken in vollem Umfang zu führen um Ihnen die größtmögliche Auswahl und das für Ihre Bedürfnisse beste Produkt bieten zu können.


Die Firma Riese und Müller – Geschichte und Philosophie

Über die Geschichte von Riese & Müller, die Gründer Markus Riese und Heiko Müller sowie die Marken-Philosophie.

Riese und Müller Logo - Copyright by Riese & Müller


Phase 1: Die frühen Jahre 1993 – 1996

Seit ihrem Maschinenbaustudium an der TU Darmstadt Ende der 1980er Jahre sind Markus Riese und Heiko Müller Freunde. Beide waren damals schon begeisterte Alltags- und Sport-Radler und begnadete Tüftler. Fahrräder umbauen, eigene Konstruktionen zur Optimierung des Fahrverhaltens entfernen, erste Produktideen entwickeln, daraus bestanden ihre Nachmittage und Abende. Reiner Zeitvertreib – bis Markus 1992 die zündende Idee für ein völlig neues Faltprinzip hatte. Ein vollgefedertes, faltbares Fahrrad dessen Federungs-Drehpunkte gleichzeitig die Drehpunkte zum Falten sind. Das Birdy: Ein noch nie da gewesenes, komfortables Fahrrad, das man überall mit hin nehmen kann und das mit dem Klapprad der 1970er Jahre nichts zu tun hat.

Im April 1993 las Heiko in der Zeitung vom „Hessischen Innovationspreises“. Markus und Heiko bauten in 10 Tagen und fast ebenso vielen Nachtschichten einen Prototyp aus Aluminium. Sie nannten das Faltrad Birdy und räumten damit einen Sonderpreis ab. Mit einem improvisierten Messestand präsentierten sie sich als „Riese & Müller“ 1993 erstmals auf den beiden bedeutendsten Fahrradmessen Europas, der Intercycle in Köln und der Eurobike in Friedrichshafen.

Riese und Müller Werk Birdy Fertigung Werkstatt Faltrad - Copyright by Riese & MüllerIm nächsten Jahr konzentrierte man sich auf die Weiterentwicklung des Birdy, auf erste Produktionsüberlegungen und auf Kapitalsuche. Auf der Eurobike 1994 wurde ein neuer Prototyp gezeigt. „I want to build this bicycle!“, dieser legendäre Satz des taiwanesischen Fahrradproduzenten George Lin auf der Eurobike machte Riese & Müller zu einem echten Unternehmen. Markus machte sich kurz danach auf den Weg nach Taiwan, um alle Details mit George zu besprechen. Heikos und Markus Qualitätsansprüche wurden in jeder Hinsicht befriedigt und man war sich schnell einig: Das Birdy wird in Taiwan produziert. Ab Juni 1995 konnte man das Birdy in Deutschland, Japan und den USA offiziell kaufen. Ein großartiger Start ins Unternehmersein für die beiden Darmstädter Ingenieure.

Phase 2: Die Jahre der Weiterentwicklung 1997 – 2007

Doch das Birdy war nur der Anfang. Markus und Heiko haben viele weitere Ideen für spannende Fahrradkonzepte. Inspiriert vom Mountainbike-Boom sind sie davon überzeugt, dass vollgefederte Fahrräder, auch Fullys genannt, mit einer 26’’ Bereifung ideal sind für komfortables Fahren. Der Slogan „Gefedert radfahren“ wird in aller Konsequenz umgesetzt. Avenue und Culture sind 1997 die ersten Modelle der neuen Komfortrad-Serie, 1998 kommt das sportliche Delite dazu. Sie begeistern ein anspruchsvolles Publikum. Riese & Müller wird zu einer Marke für Menschen, für die das Fahrrad einen wichtigen Stellenwert im Leben einnimmt.

Sie legen Wert auf Hochwertigkeit und Langlebigkeit und auf das Besondere. Vor allem der spezielle Riese & Müller-Look kommt an. Das Produktportfolio wächst konstant. Immer wieder wird weiter entwickelt und in innovativen Konzepten gedacht. Das Gemini kommt zum Beispiel auf den Markt: Ein Lastenrad, das den Kindersitz vorne integriert. Oder das rückenschonende Sesselrad Equinox. Für manche Innovationen, so stellt man bei Riese & Müller fest, ist die Zeit noch nicht reif. Damit bewahrt sich das Unternehmen aber seinen jugendlichen und innovativen Charakter.

Phase 3: Die neue Mobilität

Riese und Müller Werk Fertigung - Copyright by Riese & MüllerUmweltverträglichkeit, Nachhaltigkeit und bewusstes Leben rücken immer stärker in das Bewusstsein der Menschen, vor allem im urbanen Raum. Mobilität und Fahrradmobilität verändern sich. Das Faltrad Birdy passt heute noch so perfekt in diese neuen Szenarien wie damals. Das E-Bike gewinnt an Bedeutung. Der Erfolg dieser elektrounterstützten Fahrräder ist enorm. Das Prinzip der vollgefederten Riese & Müller-Fahrräder ist die perfekte Basis für komfortables und sicheres Fahren auf einem E-Bike. Riese & Müller setzt neue Schwerpunkte und investiert in innovative E-Bikes und E-Bike-Technologien. Perfekter Werkstatt-Service, reibungslose Technik und bestes Fahrverhalten sind neue Themen bei Riese & Müller. Das Ziel: Marktführer im Bereich Premium E-Bikes und Falträder zu werden. Damit steht das Unternehmen vor großen Herausforderungen, aber auch mitten in einem Wachstumsmarkt.


riese-mueller-werkstatt


Riese & Müller Philosophie – aus Überzeugung

Riese und Müller Logo Aus Überzeugung - Copyright by Riese & Müller
Konsequenz und Konzentration – das ist Riese & Müller. Wir konzentrieren uns auf die Herstellung vollgefederter E-Bikes und Falträder. Konsequent verfolgen wir dabei unser Ziel, jedes Modell für die entsprechende Anwendung zu perfektionieren. Aus Überzeugung. Das ist unsere Philosophie.

1. Vollgefederte Fahrräder
Wir entwickeln und produzieren ausschließlich vollgefederte E-Bikes und Falträder.

2. Gesamtlösung
Unsere E-Bikes und Falträder sind innovativ und von höchster Qualität. Wir bieten eigenständige Gesamtlösungen, die jeweils optimal auf ihren Einsatzzweck abgestimmt wurden. Gute Fahreigenschaften, hoher Fahrspaß und ein zukunftweisendes Design haben dabei oberste Priorität.

3. Kundenzufriedenheit
Nicht hohe Stückzahlen bestimmen unser Denken, sondern zufriedene Kunden. Ihre Bedürfnisse und Anliegen stehen im Mittelpunkt, und jede Kritik ist uns ein Ansporn.

4. Dialog
Wir suchen den permanenten Dialog mit unseren Kunden, unseren Lieferanten und unseren Fachhändlern.

5. Service
Ein Produkt ist nur so gut wie der Service vor Ort. Deshalb gibt es unsere E-Bikes und Falträder nur bei ausgesuchten Fachhändlern, die wir regelmäßig informieren und durch Seminare schulen.

6. Lebensfreude
Rad fahren ist für uns eine (Lebens-)Freude, die alle Mitarbeiter teilen.

7. Mitarbeiter
Die Mitarbeiter sind das Kapital unserer Firma. Wir arbeiten als Team an den gemeinsamen Zielen und lassen unsere Mitarbeiter am wirtschaftlichen Erfolg teilhaben.

8. Unternehmen
Eine gute Atmosphäre in unserem Unternehmen garantiert den Spaß an der Arbeit.

9. Arbeitsweise
Unsere Produkte und betriebsinternen Abläufe werden ständig optimiert.

10. Kommunikation
Im Zeitalter der Kommunikation informieren wir über Fahrradtechnik, Fahrradnutzung und den Fahrspaß vollgefederter E-Bikes und Falträder.

Riese und Müller Werk Ausstellung - Copyright by Riese & Müller

© 2019 PedalGlück

Irrtümer und Änderungen vorbehalten. Alle Angaben ohne Gewähr. Daten sind i.d.R. Herstellerangaben. Copyright der meisten Bilder beim Hersteller, alles andere bei PedalGlück, Timon Bartsch.