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Der
Big Apple - Das Konzept für den City-Reifen von morgen:
Hinter dem Big Apple steht die Idee, durch einen groß-volumigen Reifen soviel Komfort zu erzeugen, dass aufwendige Federungssysteme am City-Rad überflüssig werden.
Bereits Anfang des Jahrhunderts hat man versucht, mit Ballonreifen den schlechten Straßenverhältnissen zu trotzen. Die Straßen sind seitdem viel besser geworden. Die Fahrradwege nicht immer. Heute können wir solche Reifen mit einem sehr viel geringeren Gewicht herstellen. Ein komfortabler Reifen und sportliches Radfahren schließen sich daher nicht mehr aus.
Eines vorweg: Mit einem ausgefeilten Full-Suspension-Bike kann und will der Big Apple nicht konkurrieren. Allerdings schafft er die Möglichkeit, mit wenig Aufwand (Geld, Wartungsaufwand, Gewicht, ...) das Radfahren komfortabler zu machen. Und dazu bietet er einige Vorteile...
Doch zuerst wollen wir einmal die Grundbegriffe klären, damit Sie die Vorteile auch verstehen und nachvollziehen können:
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Der Rollwiderstand entspricht der
Energie, die beim Abrollen des Reifens verloren geht.
Im Wesentlichen resultiert der Energieverlust aus der fortwährenden Materialverformung
im Reifen (Reifenseitenwände) und nur zu einem kleineren Teil von dem Profil
des Reifens, wie oft gemeint.
Einflussgrößen:
- Reifendruck: Je höher der Luftdruck, umso geringer ist die Verformung
und damit der Rollwiderstand.
- Reifendurchmesser: Reifen mit kleinerem Durchmesser haben bei gleichem
Luftdruck einen höheren Rollwiderstand, weil die Reifenverformung sich
hier im Verhältnis stärker auswirkt. Dies wird aber bei unseren Falträdern
durch einen höheren Luftdruck im Reifen (z.B. Brompton: 7 bar) wieder ausgeglichen
- Reifenbreite: Breite Reifen rollen leichter als schmale! Diese Aussage
trifft häufig auf Skepsis, doch bei gleichem Luftdruck federt der schmale
Reifen tiefer ein und muss somit mehr Materialverformung überwinden.
- Reifenaufbau: Natürlich hat auch der Aufbau des Reifens Einfluss
auf den Rollwiderstand. Je weniger Material verwendet wird, desto weniger Material
muss sich verformen. Und je flexibler das Material ist (z.B. die Gummimischung),
umso weniger Energie geht durch die Verformung verloren.
- Reifenprofil: In der Regel rollen feine Profile leichter als grobe.
Hohe Stollen und große Zwischenräume wirken sich meist ungünstig
auf den Rollwiderstand aus.
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1 = Rollwiderstand 2 = Steigungswiderstand (Steigung 5%) 3 = Luftwiderstand 4 = Gesamtwiderstand (1+2+3) |
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Die Erklärung liegt im Einfederungsverhalten. Jeder Reifen flacht unter Belastung unten etwas ab. Daraus resultiert eine ebene Aufstandsfläche. Bei gleichem Luftdruck haben der breite und der schmale Reifen eine gleich große Aufstandsfläche.
Während sich der breite Reifen eher in die Breite platt drückt, hat der dünne Reifen eine schmalere aber längere Aufstandsfläche. Das abgeflachte Stück kann man als einen Lastarm interpretieren, welcher der Rollbewegung des Reifens entgegenwirkt. Durch die stärkere Abflachung des schmalen Reifens wird das Rad "unrunder" und muss sich beim Abrollen stärker verformen. Beim breiten Reifen wirkt sich die Abflachung weniger in Laufrichtung aus. Er bleibt daher "runder" und rollt leichter.
Als Beweiß soll das Diagramm dienen. Ein Standardreifen mit einer Breite von 37 mm und der Big Apple von Schwalbe mit einer Breite von 60 mm wird miteinander verglichen:
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breiter Reifen |
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| schmaler Reifen |
Im Diagramm ist zu sehen dass der Standardreifen 4 bar Luftdruck benötigt um so gut zu Rollen wie der Big Apple bei nur 2 bar! Dies hat noch einen positiven Nebeneffekt: Breite Reifen sind wesentlich komfortabler bei geringerem Rollwiderstand!
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Durch das große Volumen können breite Reifen problemlos mit einem geringerem Luftdruck gefahren werden. Dadurch bieten Sie deutlich mehr Dämpfung als normale Tourenreifen.

Im
Alltagsbetrieb ist ein gutes Ansprechverhalten wichtiger als ein möglichst
großer Federweg. Ein voluminöser Reifen schluckt die vielen kleinen
Schläge des Radleralltags meist besser als ein aufwendiges Federungssystem,
das erst bei gröberen Hindernissen anspricht.
Außerdem:
- Der Aufwand für ein Big Apple Rad ist viel geringer als bei einem herkömmlichen
Fully (Gewicht, Kosten, Wartung).
- Die gefederte Masse umfasst das gesamte Gefährt samt Fahrer und
Gepäck.
- Der Abstand Sattel-Pedale bleibt, im Gegensatz zu einer gefederten Sattelstütze,
immer gleich. So wird der runde Tritt nicht gestört.
Komfortverbesserung
Bei einem Feldversuch in Zusammenarbeit mit der Sporthochschule Köln wurden
mit der Big Apple Bereifung auf einem "ungefedertem" Rad ca. 25%
weniger Beschleunigungen an der Lendenwirbelsäule gemessen, als mit
der Standardbereifung (37-622, 4 bar). Im Vergleich dazu konnte ein vollgefedertes
Fahrrad die Beschleunigungen an der Lendenwirbelsäule um 33 % reduzieren.
Kopfsteinpflaster
Auf einer Kopfsteinpflaster-Teststrecke konnte die Big Apple-Bereifung die Vibrationen
am Lenker um ca. 36% reduzieren, während zwei parallel getestete Trekking-Federgabeln
auf die unangenehmen Vibrationen fast gar nicht reagieren.
Bei
gleichem Luftdruck rollen breite Reifen deutlich leichter als schmale.
Selbst bei dem komfortablen Luftdruck von 2 bar ist der Rollwiderstand nicht
höher als bei der üblichen 37mm-Bereifung mit 4 bar.
Rollwiederstandsvergleich:
Beim gleichen Luftdruck rollt der Big Apple ca. 10 Watt leichter. Beim Komfort-Luftdruck
von 2 bar hat der Big Apple ungefähr den gleichen Rollwiderstand wie ein
Standardreifen bei 4 bar.
weitere Infos oben unter: Grundlagen: Warum rollen breite Reifen leichter als schmale?
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Die große Auflagenfläche verbessert die Bodenhaftung erheblich. Durch den Federungseffekt hält der Reifen besseren Kontakt zum Boden. Lenk-, Brems- und Antriebskräfte können so effektiver übertragen werden.
Auflageflächen:
Während der Standardreifen eine Auflagefläche von 21 cm² hat,
kann Big Apple mit 44 cm² aufwarten. Dieser Unterschied von über 100%
bringt einen immensen Kontrollvorteil.
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Aufgrund
der höheren Tragfähigkeit, ist die Gefahr eines Durchschlags minimal.
Auch die Wahrscheinlichkeit eines Druckstichs ist reduziert, denn der Reifen
kann sich besser um spitze Gegenstände herumlegen. Zusätzlichen Schutz
bietet ein Kevlar-MB-Gürtel.
Durchstichtest:
Die Eindringtiefe des Prüfdorns beträgt beim Big Apple 14mm und
liegt damit um 33% höher als beim Standardreifen
Durchschlagstest:
die Meßguilloutine kann den Big Apple erst aus einer Höhe von 70
cm zerstören. Beim Standardreifen erfolgt der Durchschlag bereits bei 50
cm.
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Straßenbahnschienen - eine Horrorvision für jeden Stadtradler - verlieren ihren Schrecken. Der Big Apple ist mit seinen 60 mm zu breit um in die Rillen/Schienen zu rutschen und somit schwere Stürze verhindert.
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- Im Gegensatz zu anderen Federungssystemen
gibt es keinen zusätzlichen Wartungsaufwand am Fahrrad.
- Breite Reifen verschleißen langsamer als schmale Reifen.
- Auch andere Teile am Fahrrad verschleißen langsamer, weil das ganze
Rad gefedert ist.
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Im Gegensatz zu einem normalbreiten Touringreifen ist der Big Apple nur wenig schwerer. Im Vergleich zu einem herkömmlich voll- oder teilgefederten Fahrrad bringt er eine deutliche Gewichtseinsparung.
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Durch den geringeren Betriebsdruck
und das größere Volumen bleibt der Luftdruck länger stabil.
Auch das Unterschreiten des Minimaldruckes ist weniger tragisch als bei schmalen
Tourenreifen.
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Breitreifen haben eine deutlich höhere Tragfähigkeit als schmale Reifen. Damit ist der Big Apple auch eine sehr gute Wahl für Tandems, Reiseräder oder vollbepackte Einkaufsräder.
Tragfähigkeit:
Bereits bei 2 bar kann der Big Apple ca. 25% mehr Tragen als der Marathon
bei 4 bar. Bei Maximaldruck könnten Sie ein Big Apple-Rad mit 400 kg beladen.
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Neben allen Technischen Features sieht so ein dicker Reifen auf dem Fahrrad verdammt gut aus. ;-)
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Da der breite 60 mm Big Apple Reifen nicht in normale Rahmen passt haben einige Firmen die Rahmen auf den Reifen angepasst. Somit sind auch wieder Schutzbleche möglich.
Wir bieten momentan Idworx, Utopia und Winora Fahrräder sowie Contoura Falträder mit Big Apple an. Natürlich muss bei der Entwicklung der Rahmen nicht nur breiter konstruiert, sondern zusätzlich das Tretlager abgesenkt werden, da dies ja durch den größeren Durchmesser des Laufrades sonst höher werden würde.
Kommen Sie doch einfach einmal vorbei und lassen Sie sich beraten sowie eine Probefahrt unternehmen!
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Quelle: teilweiser Auszug
aus Informationen der Fa. Bohle - Schwalbe (Hersteller des Big Apple)
(Produktbeschreibungen und Daten von Schwalbe mit Messungen aus einem Feldversuch
der Sporthochschule in Köln)